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  • FvOS

    Das Freiwilligen-vor-Ort-System bietet eine passgenaue und nachhaltige Versorgungsstruktur für hilfs- und pflegebedürftige Personen in klimawandelbedingten Krisensituationen.

Durch den Klimawandel häufen sich extreme Wettersituationen wie orkanartige Stürme und starke Niederschläge - auch in klimatisch günstigen Regionen.

 

Bei solchen Unwetterereignissen können Versorgungsengpässe entstehen, insbesondere bei Pflegebedürftigen, allein lebenden Menschen. Für die Betroffenen bedeutet ein Ausfall der zwingend notwendigen, täglichen Hilfe gesundheitliche Risiken und ethisch unhaltbare Situationen.

 

Das Freiwilligen-vor-Ort-System (FvOS) bietet eine Unterstützungs- und Vernetzungsstruktur für vulnerable Personen in klimawandelbedingten Krisensituationen. Es dient als Notfallmaßnahme, um die Versorgungsstrukturen im Ort bis zum Eintreffen der organisierten Hilfeleistungssysteme (Feuerwehr, Rettungsdienst etc.) durch die organisierte Nachbarschaftshilfe sicherzustellen.

 

Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Projektprozesses, die Basisdaten zur Rechtsgrundlage sowie eine übertragbare Anleitung zum Ablauf eines Einsatzes sind im Leitfaden verschriftlicht. 

 

Ziel ist eine verstärkte und selbstbewusste Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit der Region bei Störungen oder Ausfall kritischer Infrastrukturen.

 

Das Projekt lief von September 2015 bis August 2018 (FKZ 03DAS031).

 

 

Prozessentwicklung

Prozessentwicklung

Mit kontinuierlicher Begleitung von Experten wurden die Akteure vor Ort im Projektprozess nicht nur befähigt, Informationen zu Klimawandel und Klimaanpassung zu bewerten, sondern auch sensibilisiert zur Notwendigkeit von Maßnahmen in klimawandelbedingten Krisensituationen unter Berücksichtigung der kritischen Infrastrukturen wie die Entwicklung einer Unterstützungs- und Vernetzungsstruktur für bestimmte vulnerable Gruppen, die auch im Alltag auf Hilfe angewiesen sind, weil sie eine geringere Selbsthilfefähigkeit haben und in Krisensituationen besonders gefährdet sind. 

 

Grundsätzliche Fragen zu der Verankerung eines Risiko- und Krisenmanagements im Ort, die Festlegung von Zuständigkeiten im Rahmen der Umsetzung, die Freistellung von Ressourcen und die rechtlichen Verpflichtungen zur Einrichtung eines Risiko- und Krisenmanagements wurden erfolgreich geklärt.

 

Konkrete Einsatzpläne für das Freiwilligen-vor-Ort-Systems (FvOS), die für andere Kommunen adaptierbar sind, wurden in den Modellorten entwickelt und stehen zur Verfügung. Diese werden zur Verwundbarkeitsreduktion im Zusammenhang mit klimawandelbedingten Krisensituationen führen.

 

Dabei wurde die Kooperation und Integration von staatlichen Stellen (Landkreis, Kommune), privaten Einrichtungen und Strukturen (u.a. Unternehmen, Vereine) sowie Anspruchsgruppen (Pflegekassen, Stiftungen, Krankenkassen) gefördert.

 

So entstand in Nordhessen ein wertvolles und übertragbares Modul für zukünftig

notwendige Freiwilligen- bzw. Ehrenamtsstruktur.

 

 

Ziele für Kommunen, Pflegedienste und Bürger:

  • Sicherheit in Krisensituationen
  • Feste Versorgungsstruktur in der Kommune
  • Unterstützung und Entlastung der Hilfeleistungssysteme in allen Bereichen
  • Kompetente Befähigung zur Nothilfe, zum Selbstschutz und zur Selbsthilfe
  • Übertragbare Ergebnisse

 

 

Projektlandkreise: Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner

Projektlandkreise: Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner

Die Landkreise Werra-Meißner und Waldeck-Frankenberg eigneten sich aufgrund Ihrer Einwohnerstruktur besonders gut als Projekt-Regionen. Sie sind schon heute vergleichsweise dünn besiedelt und sowohl demografischer Wandel als auch Wandel der Bevölkerungsstruktur sind erkannte und bearbeitete Problemfelder.

Zugleich wird die Versorgung älterer und pflege- sowie betreuungsbedürftiger Menschen in diesem Kontext bereits in unterschiedlichen Projekten optimiert.

 

Dieses Projekt wurde durch das Bundesinnenministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Leitfaden zum Aufbau eines Freiwilligen-vor-Ort-Systems

Leitfaden zum Aufbau eines Freiwilligen-vor-Ort-Systems

Kontakt

Kontakt

Ute Schulte

Regionalmanagement Nordhessen GmbH

Schulte@regionnordhessen.de

Tel: 0561 97062 18